Autorenname: Horst Kleinert

Dr. Horst Kleinert arbeitete nach dem BWL-Studium als Kundenberater für eine auf internationales Tourismusmarketing spezialisierte Frankfurter Werbeagentur. Er war u.a. an der FU Berlin Leiter eines Tourismusstudiengangs und Hochschullehrer für Marketing an der HFT Berlin.

Horst Kleinert
Historisches Porträt eines Mannes mit Schnurrbart im Anzug, als feine schwarz-weiße Stichillustration dargestellt.

David Livingstone – 47.000 Kilometer durch Afrika

Bevor David Livingstone zu einem der berühmtesten Entdecker der Geschichte wurde, hätte sein Leben fast ein jähes Ende gefunden. 1838, mit Mitte zwanzig, zog es ihn nach Afrika – nicht als Forscher, sondern als Missionar. Von der Londoner Missionsstation Kuruman nahe Port Elizabeth im südlichen Afrika aus machte er weite Erkundungsreisen in den Norden, um […]

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Luftaufnahme des Flughafens Berlin-Tempelhof mit Terminalbogen, Tower, abgestellten Flugzeugen und Menschenmassen auf dem Vorfeld.

Berlin-Tempelhof. Der kurze Traum vom Weltflughafen

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhoben sich seltsame Flugmaschinen in den Himmel über dem Tempelhofer Feld in Berlin. Gasballons, zigarrenförmige Luftschiffe und die ersten „fliegenden Kisten“ lockten die Berliner zu Zehn-, manchmal Hunderttausenden nach Tempelhof. Zwanzig Jahre später nahmen hier Passagiermaschinen ihren Liniendienst auf. Aus einem „Luftbahnhof“ war der Flughafen Berlin geworden, der zu einem

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Menschen winken einem ablegenden Passagierschiff; Blick auf das Schiff mit vielen Personen an Deck und Brücke im Hintergrund.

Kreuzfahrten für „verdiente Werktätige“ der DDR

Die DDR solle eine „Kreuzfahrtnation“ sein, forderte Ende der 1950er Jahre ihr Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht. Er meinte, dass die Aussicht auf luxuriöse Kreuzfahrten die Bevölkerung zu höheren Leistungen anspornen würde. Eine richtige Kreuzfahrtnation wurde die DDR zwar nicht, aber in ihrer kurzen Geschichte fuhren zeitweilig immerhin drei Kreuzfahrtschiffe unter ihrer Flagge. Den Anfang machte 1960

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Werbeplakat der Italian Line für eine „Sun Cruise“ mit dem Luxusliner Andrea Doria, vor gelber Sonne auf blauem Hintergrund, datiert auf Dezember 1952 bis Januar 1953.

Der Untergang der Andrea Doria: das Ende einer Ära

Die Andrea Doria war eines der letzten Passagierschiffe, das im Liniendienst den Nordatlantik überquerte. Ab den sechziger Jahren begannen die Flugzeuge den maritimen Transatlantikverkehr abzulösen. Viele der weißen Dampfer wurden stillgelegt oder als Vergnügungsdampfer auf Rundreisen ohne eigentliches Ziel geschickt – der Boom des Kreuzfahrtgeschäfts hatte begonnen. Doch als die Andrea Doria 1953 den Dienst

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Mann mit Hut kniet stolz neben erlegtem Löwen in einer offenen Savannenlandschaft, Schwarzweißaufnahme aus der Kolonialzeit.

Ernest Hemingways Safari in Ostafrika 1933/34

Heute gehört eine Safari durch die Wildparadiese Afrikas zu den Standardangeboten des gehobenen Ferntourismus. Ihre Faszination verdankt sie nicht zuletzt einem Mann des letzten Jahrhunderts, dem Dichter Ernest Hemingway (1899 bis 1961). Wie er suchen jährlich Zehntausende von Touristen den Kitzel der Begegnung mit Elefanten, Giraffen, Löwen & Co. Anders als der spätere Nobelpreisträger sind

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Tänzer in historischen Kostümen führen beim Karneval in Rom den Saltarello-Tanz auf, im Hintergrund ist der Petersdom zu sehen.

Die Grand Tour: Wegbereiter des modernen Tourismus

„Grand Tour“ – allein der Klang des Wortes verführt zum nostalgischen Träumen. Man denkt an prächtig ausgestattete Züge und Ozeandampfer, prunkvolle Hotels, opulente Dinner und glanzvolle Bälle in den angesagtesten Hotspots der Belle Époque … Doch diese touristisch perfekt organisierten Luxusreisen ab dem späten 19. Jahrhundert haben mit der klassischen Grand Tour in den Jahren

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Segelboote auf dem türkisfarbenen Balaton bei klarem Himmel, im Hintergrund die Uferpromenade von Siófok.

Reiseziel Ungarn: Liebe und Leid am Balaton

Am 13. August 1961 unterbrach der West-Berliner Radiosender RIAS sein laufendes Programm mit einer Sondermeldung: „In den frühen Morgenstunden hat das Zonenregime begonnen, Ost-Berlin abzuriegeln … Besuche sind nicht mehr möglich.“ Noch ahnten die fassungslosen Hörer und Hörerinnen in West und Ost nicht, dass der Bau der Mauer die Menschen der beiden deutschen Staaten für

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Junge Frau im schwarzen Mantel hält eine alte Kamera und eine Zigarette, sitzt auf einer Steintreppe im Freien.

Annemarie Schwarzenbachs Reise nach Afghanistan

Die Schweizer Schriftstellerin, Reisejournalistin und Fotoreporterin Annemarie Schwarzenbach führte im wahrsten Sinne des Wortes ein bewegtes Leben – ein Leben auf Reisen und oft am Rand des Abgrunds. Die Tochter einer der reichsten Schweizer Familien gerät bereits in jungen Jahren mit ihrem erzkonservativen Elternhaus in Konflikt. 1928, da war sie zwanzig, entflieht sie nach Paris

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Historisches Werbeplakat für die Transsibirische Eisenbahn mit orientalischem Design und Reiseszene von Moskau nach Peking.

Transsibirische Eisenbahn: Der Weg ist das Ziel

Eine Bahnverbindung zwischen Moskau und Wladiwostok an der Pazifikküste, fast 10.000 Kilometer durch endlose Wälder und Sümpfe? Bei minus 50 Grad im Winter und Bodenfrost bis in den Juni hinein? In einem Luxuszug? Ende des 19. Jahrhunderts gehörte viel Fantasie dazu, sich das vorzustellen. Für einen Belgier war das mehr als nur eine Vision. Sogar

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Propagandaplakat von 1939 mit Paar vor maritimer Kulisse, Schiffen im Hafen und Schriftzug „Dein Urlaub 1939 – Kraft durch Freude“.

„Kraft durch Freude“ (KdF) – Urlaub unterm Hakenkreuz

Am Anfang stand ein Befehl des „Führers“, durch ausreichend Urlaub „ein nervenstarkes Volk“ zu schaffen, „denn nur allein mit einem Volk, das seine Nerven behält, kann man wahrhaft große Politik machen.“ Massentourismus wurde damit Staatsdoktrin des nationalsozialistischen Deutschlands. Totaler Urlaub zur Vorbereitung des totalen Kriegs? Wer es wollte, konnte es erkennen; Hitler machte keinen Hehl

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