Willkommen im goldenen Zeitalter des Reisens

Luftschiff Hindenburg über Seenlandschaft

Prunkvolle Grandhotels, Eisenbahnzüge mit allem Komfort, Oceanliner der Luxusklasse, gigantische Luftschiffe – wer kommt da nicht ins Schwärmen! Doch nachzutrauern braucht man als heutiger Normalverdiener der goldenen Zeit des Tourismus nicht: Im Kaiserreich waren für das Bürgertum bestenfalls Fahrten in die Sommerfrische erschwinglich, für die Arbeiter in den Fabriken und auf dem Land selbst das nicht. Luxuriöse Fern- oder gar Weltreisen konnten sich nur sehr wenige Superreiche leisten, in der Weimarer Republik nur die wohlhabende Oberschicht. Die paar Tage Urlaub, die es für Angestellte und Arbeiter gab, reichten gerade einmal für einen Kurztrip an die See oder in die Berge. Reisen damals hatte aber nicht immer nur angenehme Seiten: Für die Auswanderer des 19. Jahrhunderts war die Fahrt über den Atlantik in den Segelschiffen oft der reinste Horror! Und in den dreißiger Jahren hatten die Emigranten bei ihrer Reise ins Ungewisse sicher an Bord etwas anderes im Sinn als Erholung und Vergnügen.

Heute ist aus einer elitären Form des Verreisens ein „Urlaub für jedermann“ geworden (so ein Werbeslogan eines Reiseveranstalters). Vom einstigen Zauber des luxuriösen und abenteuerlichen Reisens blieb angesichts eines drohenden „Tourismus-Overkills“ nicht viel mehr übrig als wehmütige Erinnerung.

Unsere Streiflichter umfassen rund einhundert Jahre Tourismus – von den Reisen mit Postkutsche und Dampflok bis zu den ersten Charterflügen in den 1960er Jahren. Sie machen auch deutlich, welche unglaubliche Entwicklung die Verkehrstechnik nach dem Beginn der Industrialisierung durchlaufen hat. Außerdem: Besichtigungs- und Ausflugstipps, die Dir zeigen, wo Du noch heute dem „Reisen damals“ nachspüren kannst.

Bon Voyage!


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