Autorenname: Horst Kleinert

Dr. Horst Kleinert arbeitete nach dem BWL-Studium als Kundenberater für eine auf internationales Tourismusmarketing spezialisierte Frankfurter Werbeagentur. Er war u.a. an der FU Berlin Leiter eines Tourismusstudiengangs und Hochschullehrer für Marketing an der HFT Berlin.

Horst Kleinert
Porträt eines lächelnden älteren Glatzkopfs mit Brille und grauem Bart in dunklem Hemd vor heller Wand.

Rüdiger Nehberg, Kuno S. Steuben und der Blaue Nil

Im letzten Jahrhundert gab es auf der Erde Gebiete, die noch kein Europäer betreten hatte. Doch nach und nach wurden die weißen Flecken auf den Landkarten aller Kontinente immer kleiner, bis sie so gut wie verschwunden waren. Dennoch ist bei manchen Menschen die Sehnsucht nach ursprünglicher Natur und die Lust an Entdeckungen so stark, dass […]

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Historische Ansicht eines prunkvollen Gebäudes am Platz mit Laterne, Palmen und Spaziergängern, vermutlich Opernhaus in Monte-Carlo

Wie die Côte d’Azur zur Spielwiese des Jetsets wurde

So erstaunlich es heute klingen mag: Die Karriere der Côte d’Azur als touristischer Hotspot begann Ende des 18. Jahrhunderts – als Winterurlaubsort. Asthma- und tuberkulosekranke Engländer kurierten im milden Klima zwischen Januar und März ihre Atemwegsprobleme aus, im Sommer dagegen standen Hotels und Pensionen leer. Die heiße Jahreszeit galt als ungesund; man fürchtete sich vor

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Historisches Porträt eines Mannes mit Schnurrbart im Anzug, als feine schwarz-weiße Stichillustration dargestellt.

David Livingstone – 47.000 Kilometer durch Afrika

Bevor David Livingstone zu einem der berühmtesten Entdecker der Geschichte wurde, hätte sein Leben fast ein jähes Ende gefunden. 1838, mit Mitte zwanzig, zog es ihn nach Afrika – nicht als Forscher, sondern als Missionar. Von der Londoner Missionsstation Kuruman nahe Port Elizabeth im südlichen Afrika aus machte er weite Erkundungsreisen in den Norden, um

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Luftaufnahme des Flughafens Berlin-Tempelhof mit Terminalbogen, Tower, abgestellten Flugzeugen und Menschenmassen auf dem Vorfeld.

Berlin-Tempelhof. Der kurze Traum vom Weltflughafen

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhoben sich seltsame Flugmaschinen in den Himmel über dem Tempelhofer Feld in Berlin. Gasballons, zigarrenförmige Luftschiffe und die ersten „fliegenden Kisten“ lockten die Berliner zu Zehn-, manchmal Hunderttausenden nach Tempelhof. Zwanzig Jahre später nahmen hier Passagiermaschinen ihren Liniendienst auf. Aus einem „Luftbahnhof“ war der Flughafen Berlin geworden, der zu einem

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Menschen winken einem ablegenden Passagierschiff; Blick auf das Schiff mit vielen Personen an Deck und Brücke im Hintergrund.

Kreuzfahrten für „verdiente Werktätige“ der DDR

Die DDR solle eine „Kreuzfahrtnation“ sein, forderte Ende der 1950er Jahre ihr Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht. Er meinte, dass die Aussicht auf luxuriöse Kreuzfahrten die Bevölkerung zu höheren Leistungen anspornen würde. Eine richtige Kreuzfahrtnation wurde die DDR zwar nicht, aber in ihrer kurzen Geschichte fuhren zeitweilig immerhin drei Kreuzfahrtschiffe unter ihrer Flagge. Den Anfang machte 1960

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Werbeplakat der Italian Line für eine „Sun Cruise“ mit dem Luxusliner Andrea Doria, vor gelber Sonne auf blauem Hintergrund, datiert auf Dezember 1952 bis Januar 1953.

Der Untergang der Andrea Doria: das Ende einer Ära

Die Andrea Doria war eines der letzten Passagierschiffe, das im Liniendienst den Nordatlantik überquerte. Ab den sechziger Jahren begannen die Flugzeuge den maritimen Transatlantikverkehr abzulösen. Viele der weißen Dampfer wurden stillgelegt oder als Vergnügungsdampfer auf Rundreisen ohne eigentliches Ziel geschickt – der Boom des Kreuzfahrtgeschäfts hatte begonnen. Doch als die Andrea Doria 1953 den Dienst

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Mann mit Hut kniet stolz neben erlegtem Löwen in einer offenen Savannenlandschaft, Schwarzweißaufnahme aus der Kolonialzeit.

Ernest Hemingways Safari in Ostafrika 1933/34

Heute gehört eine Safari durch die Wildparadiese Afrikas zu den Standardangeboten des gehobenen Ferntourismus. Ihre Faszination verdankt sie nicht zuletzt einem Mann des letzten Jahrhunderts, dem Dichter Ernest Hemingway (1899 bis 1961). Wie er suchen jährlich Zehntausende von Touristen den Kitzel der Begegnung mit Elefanten, Giraffen, Löwen & Co. Anders als der spätere Nobelpreisträger sind

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Tänzer in historischen Kostümen führen beim Karneval in Rom den Saltarello-Tanz auf, im Hintergrund ist der Petersdom zu sehen.

Die Grand Tour: Wegbereiter des modernen Tourismus

„Grand Tour“ – allein der Klang des Wortes verführt zum nostalgischen Träumen. Man denkt an prächtig ausgestattete Züge und Ozeandampfer, prunkvolle Hotels, opulente Dinner und glanzvolle Bälle in den angesagtesten Hotspots der Belle Époque … Doch diese touristisch perfekt organisierten Luxusreisen ab dem späten 19. Jahrhundert haben mit der klassischen Grand Tour in den Jahren

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Segelboote auf dem türkisfarbenen Balaton bei klarem Himmel, im Hintergrund die Uferpromenade von Siófok.

Reiseziel Ungarn: Liebe und Leid am Balaton

Am 13. August 1961 unterbrach der West-Berliner Radiosender RIAS sein laufendes Programm mit einer Sondermeldung: „In den frühen Morgenstunden hat das Zonenregime begonnen, Ost-Berlin abzuriegeln … Besuche sind nicht mehr möglich.“ Noch ahnten die fassungslosen Hörer und Hörerinnen in West und Ost nicht, dass der Bau der Mauer die Menschen der beiden deutschen Staaten für

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